Kriminalstatistik 2007

 

Privater Wohnungsbereich:

Im Vergleich zum Jahr 2006 ist ein leichter Anstieg bei den Fällen für Wohnungseinbruchdiebstahl in Deutschland zu verzeichnen. Waren es 2006 noch 106.107 erfasste Fälle, so gab es im Folgejahr 2007 einen Anstieg um 2,8% auf 109.128. Interessant dabei ist auch der Zuwachs bei den Wohnungseinbrüchen unter Tage. Dieser verzeichnet einen Anstieg um 1,7% in 2007 zum Vorjahr auf 39.451.

Gewerblicher Bereich:

Auch im gewerblichen Bereich ist ein leichter Zuwachs festzustellen. Für Einbrüche in Büro-, Fabrikations-, Werkstatt und Lagerräume wurden 2007 118.206 Fälle erfasst. Das bedeutet ein Anstieg von 1% zu 2006. Und extra aufgelistet die Einbrüche in Kioske zeigen auch hier eine leichte Steigerung um 0,8% auf 7440 in 2007.

Die Tatortverteilung zeigt bei Wohnungseinbrüchen eine relativ gleichmäßige Verteilung zwischen städtischer und ländlicher Region. Spitzen zeigen sich in Städten zwischen 20.000 und 100.000 und Städten über 500.000 Einwohnern.

Bei den Einbrüchen in Gewerbe, Gaststätten und Kioske zeigt sich dagegen eher eine höhere Aktivität in ländlichen  Regionen und Städten unter 100.000 Einwohnern.

Besonders hervorzuheben sei der Aspekt der versuchten Wohnungseinbruchdiebstähle, die aufgrund von Präventionsmaßnahmen verhindert wurden. Denn trotz gestiegener erfasster Fallzahlen, sind auch die abgewehrten Versuche gestiegen, und zwar um 0,8% 2007 zum Vorjahr.
Dies ist ein Beleg für sinnvolle Präventionsmaßnahmen zur Abschreckung und Einbruchshemmung.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik Bundesrepublik Deutschland Berichtsjahr 2007, 55. Ausgabe, Hrsg. Bundeskriminalamt, Kriminalistisches Institut, Fachbereich KI 12, Wiesbaden 2008.

Nach der aktuellen "Polizeilichen Kriminalstatistik" von 2007 ist festzustellen, dass im Durchschnitt alle 5 Minuten im Bundesgebiet eine Wohnung aufgebrochen wird!